Das war die Klimacamp-Karawane

Hamburg – Kopenhagen

Im Dezember diesen Jahres wird in Kopenhagen der Klimagipfel der Vereinten Nationen stattfinden. Dort werden sich die Mächtigen der Welt als Klimaschützer inszenieren, während unter dem Strich weiter “buisness as usual” gefahren werden soll.

Vom 11. – 19. Juli fand aus diesem Anlass ein “Klimacamp” in Kopenhagen statt, um schon im Vorfeld des Gipfels Raum für Alternativen zu schaffen.
Um aus dem nördlichen Deutschland zum Camp zu kommen, wurde die Fahrradkarawane „Cycling for Change“ organisiert, in deren Rahmen sich ein bunter Haufen mit Fahrrädern, Trecker, Wagen, Musik, Küche und Aktionsmaterial auf den Weg machte. Auf dem Weg von Hamburg nach Kopenhagen fanden an verschiedenen Orten Aktionen zur Klima- und Umweltthematik statt.
So wurde zum Auftakt vor der Vattenfall-Zentrale in Hamburg gebruncht und in Lübeck gab es eine Straßentheater- Aktion gegen Frontex. Auf Fehmarn in Burg wurde dann ein symbolischer Brückenbau mit Maut-Station als inszeniert, um auf die geplante Fehmarnbelt-Querung hinzuweisen. In Vordingborg schließlich sollte auf einer Brücke eine Reclaim- the- Street Party stattfinden, die jedoch von der dänischen Polizei als nicht rechtens angesehen und geräumt wurde.

Am 12. Juli erreichte die Karawane schließlich das Kopenhagener Klimacamp, wo sie sich mit Workshops, Ideen und Diskussionen einbrachte. Den Rückweg nach Deutschland traten die Teilnehmer dann per Fahrrad oder Zug an.

Pressemitteilung: Bike-Tour in Vordingborg (DK) verhaftet

Bike-TourTeilnehmer_Innen auf dem Weg zum Klimakamp in Vordingborg (DK) verhaftet

Ein großer Teil der Teilnehmenden der Fahrradkarawane „cycling for change“, die am 6.7. in Hamburg Richtung Kopenhagen zum dortigen Klimacamp aufgebrochen ist, wurden in der dänischen Stadt Vordingborg nach einer Aktion verhaftet. Die Aktivist_Innen hatten versucht, an der Sundbrücke vor Vordingborg ein Banner aufzuhängen und mit ihren Fahrrädern eine kurzfristige Straßenblockade zu errichten, um gegen die klimaschädlichen Folgen des immer weiter wachsenden Verkehrsaufkommens zu protestieren.

Die Aktivist_Innen hatten ein Banner mit der Aufschrift „Stop! It cannot go on like this“ an der Brücke befestigt und blockierten mit ihren Fahrädern die Fahrbahn für etwa eine viertel Stunde. „Wenn nicht bald energisch gegen den CO2-Ausstoß u.a. beim Verkehr vorgegangen wird, wird sich der Klimawandel nicht mehr stoppen lassen!“ kommentierte die Aktivist_In Sabrina Hansen ihre Aktion. „2008 ist das erste Jahr seit langem gewesen, in dem es zu einer Verringerung der Klimaemissionen kam. Dies geschah unfreiwillig und war lediglich der Krise, in der der Kapitalismus sich aktuell befindet geschuldet“, sagte Hansen. Dies sei ein Beleg dafür, dass es mit der kapitalistischen Wirtschaftsweise nicht weiter gehen könne. Dringend müssten neue solidarische, umweltschonende Wirtschaftsweisen etabliert werden, die die Interessen der konkret betroffenen Menschen in den Vordergrund rücken. „Um auf diese Probleme aufmerksam zu machen, haben wir die Brücke über den Sund bei Vordingborg blockiert.“

Die Aktion blieb friedlich, bis die Polizei erschien und alle Beteiligten verhaftete. Dabei wurde mindestens eine Person geschlagen. Auf der Wache, wo die Betroffenen mehrere Stunden festgehalten wurden, wurden ihnen unter Drohungen auch die Fingerabdrücke und DNA-Proben abgenommen. „Als ich den Polizisten fragte, ob es ihm Spass mache, anderen Schmerzen zuzufügen, drehte er meinen Daumen noch mal extra um!“ berichtete die Betroffene Sabrina Hansen. „Es zeigt, wie unsouverän die Herrschenden auf den Klimawandel reagieren, wenn sie KritikerInnen, die Verkehrsdelikte begehen, mit Foltermethoden begegnen!“

Im Laufe der Nacht von 10.7. auf den 11.7 wurden alle Betroffenen nach und nach wieder freigelassen. Die Fahrradtour wird weiter nach Kopenhagen radeln, und sich dort an den Protesten anlässlich der COP 15-Konferenz, die neue politischen Klimaziele festlegen soll, beteiligen. „Wir brauchen einen grundlegenden Wechsel in der Politik. Der Mensch muss auch in der Klimapolitik im Vordergrund stehen, nicht die Wirtschaft oder der Staat. Dafür werden wir auch in Kopenhagen kämpfen!“

Aktion in Burg auf Fehmarn

Burg in Holstein, 8. Juli 2009

POLITIK / LOKALES Fehmarn
Ökoaktivist_innen bauten Autobahn

Bei einer kreativen Aktion in der Innenstadt von Burg inszenierten am Dienstag Nachmittag Ökoaktivist_innen symbolisch den Autobahnbau zur Fehmarnbelt-Querung. Mit Absperrband und Schaufeln wollten sie auf die negativen Folgen des geplanten Großprojektes hinweisen. Ein gestörter Wasseraustausch von Nordsee zu Ostsee , eine fragwürdige Auslastung und die Gefährdung vieler einheimischer Tierarten, wie Zugvögel und Schweinswale, sprächen eindeutig gegen den Bau der Brücke. „Wegen dem durch die Pfeiler verlangsamten Wasseraustausch wird die Ostsee endgültig sterben“, eklärte Erik Schön, studierter Küstenschützer. Die unangemeldete Aktion weckte das Interesse vieler Passant_innen.

Protestaktion gegen Frontex in Lübeck

Heute, am Montag den 6.07.09 protestieren wir gegen die „Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen der EU“ – FRONTEX.

Mit einen rapid wachsenden Budget (2005 6.2 Millionen € – 2009: über 80Millionen €) und mit militärischer Ausrüstung auß ganz Europa representiert FRONTEX die Antwort der EU auf die wachsende Miserie in Afrika und überall auf der Welt: Eine Menschenwelle, die in in Europa ein Menschenwürdiges Leben suchen. Auf Flughäfen, an der östlichen Landesgrenze und im Atlantik und Mittelmeer leistet Frontex effektive arbeit Europa von den Menschlichen Folgen unseres ökonomischen Wohlstands abzugrenzen. Lübeck´s Bundespolizeiakademie ist ein wichtiger Trainings-Standort wo Deutsche Grenzschutzpolizisten für die Arbeit in und für FRONTEX vorbereitet werden.

Der Klimawandel wird Abermillionen Menschen im globalen Süden in richtung Norden fliehen lassen- und die EU bereitet sich vor. Boote voll Flüchtlinge auß Afrika werden von FRONTEX Booten abgefangen und oft Rechtswiedrig zu einer Rückkehr gezwungen. Menschen Sterben in diesen Prozess, und bevor sie die EU Gewässer erst erreichen können werden sie zurück in ihr Alptraum geschickt- oft in die Hände von Feindlichen Behörden.

Europa hat die Pflicht den globalen Süden gegenüber- der destruktive Effekt Kollonlialer Außbeitung ist ein realer gegenwärtiger Geschichtlicher Prozess- und unser Lebenstil fegt den Klimawandel dazu, wo die Armsten Lander, die am wenigsten dazu beigetragen haben, den Effekten am meißten ausgeliefert sind!

FRONTEX Abschaffen!
Für eine Inklusive Flüchtlingspolitik!
Für den Aussbau der Integrationsförderung!
Keine Angst vor Flüchtlingen!






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